• Moritz Escher

Hochzeitsbräuche in Deutschland

Aktualisiert: Jan 19

Der schönste Tag im Leben ist von Bräuchen gesäumt - es kaum Hochzeiten wo eine der zahlreichen Bräuche zur Geltung kommt - schließlich soll bei der eigenen Feier nichts dem Zufall überlassen werden. Auch Gäste greifen bei Reden, Spielen oder Vorführungen gerne auf bekannte Bräuche zurück.


Der Junggesellenabschied

Nochmal eine ordentliche Party feiern und es vor der Ehe mit den besten Freunden so richtig krachen lassen - der Junggesellenabschied hat den Ruf sehr wild zu sein, der Partner sollte an dem Abend keine Rolle spielen.

Wie in vielen Dingen eilt der Ruf der Realität voraus - in der Regel bleibt es beim Trinken und endet für die Verlobte/den Verlobten nicht selten mit unangenehmen Aufgaben oder Spielen die eigentlich nur die Gäste witzig finden. Jeder kennt seinen Freundeskreis und hat wahrscheinlich schon eine Ahnung was einen erwartet.



Der Polterabend


Traditionell wird der Polterabend am Abend vor der Hochzeit gefeiert. Es geht viel Porzellan zu Bruch Geister und Dämonen vom Brautpaar zu vertreiben. Eine weitere These sagt, dass die Scherben an dem Abend dem Brautpaar Glück bringen sollen. Geklärt ist die Herkunft scheinbar nicht - auf jeden Fall ist es ein Grund zum Feiern. Was auch immer der Brauch bedeutet, Spaß bringt das Zerschmeissen von Porzellan in jedem Fall.

Ein schöner Nebeneffekt ist, dass sich viele Gäste der Hochzeit bereits am Vorabend kennenlernen können, mir haben Paare schon berichtet, dass es zur Stimmung am Tag der Hochzeit beigetragen hat.


Die Blumenkinder


Ein heidnischer Ursprung geht dieser Tradition voraus. Das Streuen der Blumen soll dem Brautpaar Fruchtbarkeit bescheren, der Duft der Blumen locken die dazu die richtigen Götter an.

Abgesehen von den Hintergründen, kann ein solcher Auftritt für ein Kind ein großes Ereignis sein. Ob die eigenen Kinder, Patenkinder oder Nichten/Neffen - viele Kinder sind stolz eine solche Rolle auf einer tollen Feier übernehmen zu dürfen.





Brautstrauß werfen


Eine der beliebtesten Rituale nach der Trauung ist das Werfen des Brautstraußes.

Wer den Strauß der Braut fängt muss - dem Brauch nach - als nächstes den Bund der Ehe eingehen.

Die Braut steht mit dem Rücken zu ihren Gästen während der Wurf des Straußes nicht über die Schulter sondern nur über den Kopf erfolgen darf. Leider ist nicht eindeutig geklärt was es mit dem Wurf über den Kopf auf sich hat.

Den Ursprung findet der Brauch bereits in der Renaissance.



Die Hochzeitstorte


Dieser süße Brauch stammt bereits aus der Antike. Die antiken Römer bedienten sich dabei einer Mandeltorte zur Schließung der Ehe.

Seit dem 19. Jahrhundert gibt es die Hochzeitstorte in der Form in welcher wir sie heute kennen und lieben. Auf rund 90% aller Hochzeitsfeiern wird ein solch süßes Kunstwerk von Braut und Bräutigam angeschnitten. Man sagt: wer die Hand bei dem gemeinsamen Anschnitt oben hat, hat auch in der Ehe das Sagen! Beurteilen kann man hier nur nach der eigenen Erfahrung...


Eine Menge an Bräuchen und Traditionen von welchen unsere Hochzeiten begleitet werden. Jede Hochzeit ist anders - genau wie die Bräuche die sich das Paar aussucht.

Wie läuft deine Hochzeit ab? Als Hochzeitsfotograf mit Sitz in München begleite ich eure Hochzeit und halte die Bräuche fotografisch für euch und eure Erinnerungen fest!


Schreibt mir für ein unverbindliches Kennenlernen - ich freue mich auf euch!


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